NAZIS IN COTTBUS SCHACHMATT SETZEN AM 15. FEBRUAR 2013

Pressemitteilung des Bündnisses Cottbus Nazifrei!

+++ Aufruf zu Protesten und prominente Unterstützer
+++ Gang zu Täterorten und verschiedene Veranstaltungen

Auch 2013 finden anlässlich des geplanten Neonaziaufmarschs am 15. Februar verschiedene Protestaktionen statt. Cottbus ist der letzte verbliebene Aufmarschort der Neonazis in Brandenburg. In anderen Städten konnten zuletzt alle Aufmärsche durch eine entschlossene Zivilgesellschaft verhindert werden. In seinem Aufruf fordert das Bündnis alle Menschen auf, sich den Neonazis friedlich zu widersetzen und ihnen keinen Raum für ihre menschenverachtende Propaganda zu geben.

„Noch zeichnen immer weitere Organisationen und Prominente den Aufruf zu Protesten,“ so Angelika Müller von Cottbus Nazifrei, „mit dabei ist unter anderem Konstantin Wecker. Wir rechnen mit noch mehr Unterstützung als im letzten Jahr.“

Immer wieder wurde in den letzten Jahren mit friedlichen Sitzblockaden gezeigt, dass in Cottbus weder alte noch neue Nazis toleriert werden. In diesem Jahr gilt es dem braunen Straßenspuk in der Lausitz ein Ende zu setzen und den Neonazis auch ihr letztes Aufmarschgebiet zu nehmen. „Gemeinsam können wir die Nazis schachmatt setzen“, erklärt Angelika Müller weiter. In Städten wie Bernau, Potsdam, Frankfurt (Oder) und Neuruppin konnten Aufmärsche in der Vergangenheit durch eine entschlossene Zivilgesellschaft verhindert werden.

Verschiedene Veranstaltungen in Cottbus knüpfen an die erfolgreichen Proteste gegen die Aufmärsche im Februar und Mai 2012 an und zeigen gesellschaftliche Alternativen auf. Im Februar 2012 beteiligten sich mehr als 2.000 Bürger*innen an verschiedenen Aktionen. Durch 7 Sitzblockaden mit mehr als 500 Teilnehmenden wurde ein unmissverständliches Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der Neonazis gesetzt.

In den nächsten Wochen wird es verschiedene Veranstaltungen im Vorfeld der Proteste geben, bedeutsam ist darunter auch der „Gang zu Täterorten“, der einen Einblick in die Sadtgeschichte der NS-Zeit gibt.
Weitere Veranstaltungen sind unter anderem ein Vortrag zur Musik-Kultur der rechten Szene mit dem Titel „Subkulturelle Farbenlehre: die Grauzone“ am 24. Januar ab 19 Uhr im quasiMONO.
Außerdem wird auch gefeiert: am 24. Januar wird es im Scandale eine NachtTanzParty gegen Rassismus geben. Diese wird den Nazis ähnlich wie die NachtTanzDemo im Herbst einen positiven Lebensentwurf entgegensetzen.
Am 27. Januar wird es einen Gang zu Täterorten geben, der zu Orten in Cottbus führen soll, die in der NS-Zeit von Bedeutung waren. Täterspuren (Gedenken und Opfermythos), ab 14.30 Uhr am Altmarkt.
Am 29. Januar zeigen wir einen Film der Jungen Gemeinde Jena mit dem Titel „Sie kamen von hier“, in dem die Geschichte der NSU aus dem Blickwinkel von Zeitzeugen dargestellt wird, am 29. Januar 19.30 Uhr im quasiMONO.

Kontakt: Telefon 0152 – 59 60 83 17
Homepage: www.cottbus-nazifrei.info
Facebook: www.facebook.com/cottbus.stellt.sich.quer

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