PRESSEMITTEILUNG

Cottbus wird sich wi(e)der setzen!

+++ Cottbus Nazifrei! ruft auch in diesem Jahr zu Blockaden auf
+++ Erneut hunderte Menschen auf den Cottbuser Straßen erwartet

Das Bündnis Cottbus Nazifrei! ruft zu Protesten gegen den anstehenden Neonazi-Aufmarsch auf. Am 15.2.2014 wollen Neonazis diesen Tag erneut nutzen um in Cottbus ihre Propaganda auf die Straßen zu tragen. Wie in den Jahren zuvor hat sich das Bündnis zum Ziel gesetzt, sich diesem Aufmarsch – gemeinsam mit vielen Menschen – zu widersetzen.

Besonders dann, wenn Neonazis eine Öffentlichkeit suchen – wie am 15. Februar – ist die Zivilgesellschaft gefragt. Kreativ und entschlossen wird deswegen Cottbus Nazifrei! unter dem Motto „Nazis blockieren – Geschichte wird gemacht“ gegen den Aufmarsch protestieren. „Wir können nicht hinnehmen, dass die Millionen Opfer des 2. Weltkrieges auch noch für neonazistische Ideologien missbraucht werden sollen.“, so Jakob Lupus (25) von Cottbus Nazifrei!. „Wir wollen in diesem Jahr an den Erfolg von 2013 anknüpfen, wo breite Proteste den Aufmarsch der Neonazis unmöglich machten.“

Cottbus Nazifrei! ist ein breites Bündnis aus Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen, das schon seit 2010 aktiv ist und Neonaziaufmärsche verhindern will. Mit verschiedenen Aktionen ist Cottbus Nazifrei! am 15. Februar auch Teil des Aufrufs „Cottbus bekennt Farbe“, der verschiedene Protestformen an diesem Tag bündelt und so den Neonazis wieder eine klare Abfuhr erteilen soll.

Cottbus Nazifrei! ruft dazu auf, sich diesen Tag frei zu halten um gemeinsam mit hunderten Menschen ein Zeichen gegen die Umdeutung der Geschichte zu setzten.

Schon jetzt macht Cottbus Nazifrei! außerdem auf die Infoveranstaltung am 4. Februar im Piccolo Theater aufmerksam, die in Kooperation mit „Cottbus bekennt Farbe“ durchgeführt wird.

Weitere Informationen unter: www.cottbus-nazifrei.info
und Facebook: https://www.facebook.com/cottbus.stellt.sich.quer
Sprecher*innenrat: 0152 – 236 312 43

15. FEBRUAR 2014 – NAZIS BLOCKIEREN – GESCHICHTE WIRD GEMACHT!

15.Februar 1945: Die Alliierten bombardieren den Cottbuser Bahnhof, dieser Angriff fällt in das Ende des Dritten Reichs, welches Millionen Menschen gemordet hat. Der einzige aufrichtige Umgang mit diesen Verbrechen lautet: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

15.Februar 2013: Die Cottbuser NPD versucht den Jahrestag für ihren alljährlichen „Trauermarsch“ zu missbrauchen, doch hunderte Menschen folgen dem Aufruf von Cottbus Nazifrei!, einem Bündnis von Initiativen, Organisationen, Bewegungen und Einzelpersonen. Mit Sitzblockaden verhindern sie, dass Neonazis diesen Tag nutzen, um die Deutschen als Opfer zu inszenieren.

Daran knüpfen wir an. Wir werden uns auch am 15. Februar 2014 wi(e)dersetzen. Für ein eindeutiges Zeichen gegen Geschichtsrevisionismus, Rassismus und Ausgrenzung reichen nicht nur Worte. Denn all diese Phänomene treten nicht nur am 15. Februar auf, sondern sind trauriger Alltag in dieser Stadt. Südbrandenburg und Cottbus sind seit langem ein Schwerpunkt für neonazistische Bestrebungen. Belege dafür gibt es viele:

Organisierte Strukturen, wie der „Kreisverband Lausitz“ der NPD aber auch lose vernetzte „Freie Kräfte“ finden sich in der Region. Beispiele dafür sind die „Spreelichte“, die trotz ihres Verbotes immer wieder auftauchen, unorganisierte Neonazis wie die Fußball-„Fan“gruppe „Inferno Cottbus“ die immer wieder rassistisch und antisemitisch auftritt. Bekannte Neonazis sind Spitzensportler im Kickboxteam Cottbus. Regionale Kleidungsmarken, ein Rechts-Rock-Label mit Musikvertrieb, sowie Fitness- und Kampfsportclubs vollenden das „Neonazi-Idyll Cottbus“.

Dagegen müssen wir alle täglich ankämpfen und entschieden eine Alternative leben. Kreativ und entschlossen werden wir deshalb zusammen mit euch gegen den Neonaziaufmarsch am 15. Februar 2014 protestieren. Blockaden sind legitim und notwendig! Wir solidarisieren uns dabei mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Neonaziaufmarsch zu verhindern. Mit unseren Aktionen sind wir Teil der Initiative „Cottbus bekennt Farbe“. Lasst uns gemeinsam ein klares Zeichen gegen die Neonazis setzen. Geschichte passiert nicht einfach so – Geschichte wird gemacht. Kein Fußbreit den Faschist*innen!