Cottbus für Alle! NO PEGIDA

Um ein Zei­chen für ein welt­of­fe­nes Cott­bus zu set­zen fin­det am 27.6. ab 19.00 Uhr eine De­mons­tra­tion un­ter dem Motto „Cott­bus für alle!“ statt, Start­punkt ist der Bran­den­bur­ger Platz. Für die De­mons­tra­tion be­ru­fen sich die Organisator*innen (Pri­vat­per­so­nen) auf die „Cott­bu­ser Er­klä­rung“. Diese wurde 2015 ver­ab­schie­det, um ein Zei­chen ge­gen ei­nen sich in Cott­bus eta­blie­ren wol­len­den Pe­gida Ab­le­ger zu set­zen. Die De­mons­tra­tio­nen von Zu­kunft Hei­mat und Pe­gida Dres­den las­sen ein Han­deln auf Grund­lage der Er­klä­rung nun wie­der not­wen­dig er­schei­nen.

„Wir be­ob­ach­ten mit Sorge, dass auf den De­mons­tra­tio­nen von Zu­kunft Hei­mat frem­den­feind­li­che und ras­sis­ti­sche An­sich­ten vor­ge­tra­gen wer­den und dass auch zahl­rei­che Neo­na­zis an den Auf­zü­gen teil­neh­men. Von ei­nem harm­lo­sen Bür­ger­ver­ein kann hier kei­nes­falls die Rede sein!“, so Lo­thar Ju­dith vom Cott­bu­ser Auf­bruch, der die De­mons­tra­tion un­ter­stützt.

Im Um­feld der De­mons­tra­tio­nen von Pe­gida Dres­den und Zu­kunft Hei­mat in Cott­bus ent­wi­ckelt sich zu­neh­mend ein Klima der Ge­walt. Be­son­ders ab­surd sind Äuße­run­gen von „Zu­kunft Hei­mat“ in Be­zug auf ihre an­geb­li­che Fried­fer­tig­keit in der Er­rei­chung ih­rer men­schen­ver­ach­ten­den Ziele. Bei den bis­he­ri­gen De­mons­tra­tio­nen wa­ren so­wohl be­kannte Neo­na­zis an­we­send, u.a. der stell­ver­tre­tende NPD Bun­des­vor­sit­zende Ronny Za­sowk, als auch ge­walt­be­reite Per­so­nen. Im Um­feld der De­mons­tra­tion gab es min­des­tens zwei ge­walt­tä­tige Überg­riffe auf Men­schen, die am Rande der Route fried­lich ihre Mei­nung kund ta­ten. Auch wei­tere Pro­vo­ka­tio­nen und Überg­riffe in der In­nen­stadt, bspw. ge­gen­über Flücht­lin­gen, schei­nen ge­wollt, um die po­li­ti­sche Si­tua­tion zu es­ka­lie­ren und sich selbst  als Ord­nungs­kraft zu pro­fi­lie­ren.

„Die Teil­neh­men­den der Zu­kunft Hei­mat-De­mons­tra­tio­nen schaf­fen erst Pro­bleme, um sich dann selbst als Lö­sung an­zu­bie­ten – das ist eine durch­schau­bare Stra­te­gie. Wir wol­len ein Zei­chen set­zen und So­li­da­ri­tät mit den Op­fern zei­gen.“, er­klärt eine der mit­or­ga­ni­sie­ren­den Pri­vat­per­so­nen.

Die De­mons­tra­tion “Cott­bus für alle!” führt vom Bran­den­bur­ger Platz über den Stadt­hal­len­vor­platz zur Uni­ver­si­tät. Ver­schie­de­ne ­Red­ne­rIn­nen sind an­ge­fragt. De­mons­triert­ wer­den soll für eine welt­of­fene Stadt Cott­bus, in der jede*r in­di­vi­du­ell und frei ent­schei­den kann, wie sie*er le­ben möchte, ohne da­für durch Neo­na­zis be­droht zu wer­den.

Hin­ter­grund:

„Cott­bus für alle!“ war das Motto ei­ner De­mons­tra­tion im Jahr 2015, die durch Pri­vat­per­sonen ins Le­ben ge­ru­fen wurde, um ge­gen die ein­zige Pe­gida-Demo in Cott­bus (Co­gida) zu de­mons­trie­ren. Die „Cott­bu­ser Er­klä­rung“ wurde un­ter­zeich­net von: Cott­bu­ser Auf­bruch, Cott­bus Na­zi­frei, Jörg Stein­bach (Prä­si­dent BTU C-S), Hol­ger Kelch (Ober­bür­ger­meis­ter Cott­bus), Stu­die­ren­den­rat der BTU C-S,verschiedene Or­ga­ni­sa­tio­nen und Pri­vat­per­so­nen. Die Cott­bu­ser Er­klä­rung kann auf­ge­ru­fen wer­den un­ter: Cott­bu­ser Er­klä­rung