„Hetze und Terror sind keine Alternative!“

„Hetze und Terror sind keine Alternative“ – unter diesem Motto findet am Mittwoch, den 25.11.2015 um 18 Uhr eine Kundgebung von Cottbus Nazifrei! am Erich-Kästner-Platz statt. Ziel ist es, ein Zeichen gegen eine AfD – Demonstration, welche am selben Abend in Cottbus statt findet, zu setzen.

Entgegen der rechten Hetze von AfD und Co. wollen wir gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben, was von Solidarität und gegenseitigem Respekt geprägt ist, einstehen. Deshalb laden wir Dich herzlich ein, mit uns auf den Erich-Kästner-Platz zu komme, um zu verdeutlichen, dass Geflüchtete in Cottbus willkommen sind. Denn nicht Geflüchtete, welche vor dem Krieg des IS geflohen sind, sind das Problem, sondern der rechte Terror, der Menschen in der BRD in Angst versetzt. Der Nachhall der NSU-Morde, Brandanschläge und rassistisch motivierte Übergriffe bestimmen heute den Alltag. Die AfD ist ein Motor der rechten Radikalisierung und vertritt inzwischen offen fremdenfeindliche und völkische Positionen.

Die Terroranschläge in Paris sind schlimm, doch wir dürfen nicht in Panik verfallen. Wir sollten Fragen stellen nach den Ursachen des Terrors und dürfen uns als potenziell Betroffene nicht durch einfache Feindbilder gegeneinander richten. Menschen fliehen vor Krieg und Terror und wir dürfen den Zorn nicht auf diejenige lenken, die selbst Opfer von Vertreibung durch Krieg wurden. Die Terrorgefahr in Deutschland geht von Rechts aus. Darauf wollen wir unser Augenmerk legen.

Aktuelle Umfragen zeigen, dass rechtspopulistische Regierungspositionen sowie die Hetze von AfD, Pegida, etc. Wirkung in der breiten Bevölkerung zeigen: mehr als die Hälfte der Brandenburger*innen finden, dass Flüchtlinge keine Bereicherung sind, haben Angst, dass der Einfluss des Islam zu stark wird und Straftaten zunehmen.¹ Geflüchtete sind immer häufiger Opfer von kriminellen Übergriffen durch rechte Straftäter. „Die rechte und rassistische Gewalt in Brandenburg steigt in diesem Jahr alarmierend. Mit 88 rechten Angriffen, die der Verein Opferperspektive bis Ende Juli registrierte, ist bereits nach 7 Monaten das Angriffsniveau des Vorjahres erreicht (2014 gesamt: 92 Fälle). Von einer hohen Dunkelziffer und von Nachmeldungen ist auszugehen. Das häufigste Tatmotiv ist Rassismus mit 50 Angriffen, weitere 23 Angriffe richten sich gegen politisch Aktive.“² Rechte Massenveranstaltungen und eine rassistische Stimmungsmache seitens etablierter Politiker*innen, welche ihre Teilnehmer*innen zu Übergriffen und Brandanschlägen motivieren und diese legitimieren, dürfen kein Alltag sein.

Wir erklären diesen Umtrieben eine deutliche Absage! Die Angst vor dem Krieg darf nicht in Feindschaft und Terror gegen dessen Opfer münden, welche wir selbst sein könnten. Menschlichkeit, Solidarität, gegenseitige Hilfe und Respekt sollten hingegen unser Handeln bestimmen. Organisiert euch und zeigt euch solidarisch mit den Opfern rechter Hetze und Gewalt.

Lasst uns zusammen halten und am Mittwoch auf dem Erich-Kästner-Platz demonstrieren: „Hetze und Terror sind keine Alternative!“

¹ http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/11/berlin-brandenburg-trend-november-2015.html
² http://www.opferperspektive.de/aktuelles/rassistische-gewalt-in-brandenburg-auf-alarmierendem-niveau-angriffszahlen-zeigen-bedrohliche-lage-fuer-fluechtlinge

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