Kundgebung am 15. Februar: „Opfermythen überwinden – Befreiung fortsetzen! Cottbus für Alle – Cottbus Nazifrei!“

Pressemitteilung von Cottbus Nazifrei! vom 09.02.2016

„Opfermythen überwinden – Befreiung fortsetzen! Cottbus für Alle – Cottbus Nazifrei!“ – Unter diesem Motto ruft Cottbus Nazifrei! am 15. Februar ab 17.30 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Knappschaftsplatz auf. Das Bündnis will in Hör- und Sichtweite einer geplanten Neonazi-Kundgebung protestieren, die in den letzten 6 Jahren auf eine kleine Gruppe zusammen geschrumpft ist.

Von einigen hundert Neonazis kommen nur noch wenige Dutzend nach Cottbus – sie wissen, dass ihre Ideologie hier nicht erwünscht ist. Das ist ein großer Erfolg der Proteste von „Cottbus Nazifrei!“ und „Cottbus bekennt Farbe“. „Es ist trotzdem weiterhin wichtig am 15. Februar Gesicht zu zeigen und den Opfermythen entgegen zu wirken!“ so Luise Meyer von Cottbus Nazifrei!. „Für 30 Neonazis müssen wir keine Riesen-Kampagnen initiieren, sondern können unsere Kräfte für andere wichtige Fragen einsetzen.“

Es ist wichtig, den historischen Blick über den Bombenangriff des 15. Februar hinaus zu weiten. Cottbus war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Wehrmacht, zudem wurde in Cottbus Kriegsmaterial produziert, wie bspw. Panzerketten-Fahrzeuge und Flugzeuge. In der Stadt lebten mehr als 5.000 Zwangsarbeitende. Die jüdische Bevölkerung war bis auf 15 Menschen ausgewiesen, deportiert und vergast worden. Wer den Bombenangriff auf den Cottbuser Bahnhof als einzelnes Ereignis darstellt, verkürzt die Geschichte und verfälscht sie dadurch.*

„Um dem Geschichtsrevisionismus der Neonazis keinen Raum zu geben, rufen wir alle Menschen zum Protest in Hör- in Sichtweite auf“, so Jakob Lupus von Cottbus Nazifrei!. Zu diesem Zweck wird ab 17.30 Uhr eine Kundgebung am Knappschaftsplatz stattfinden. Nach Beendigung der vom Cottbuser Aufbruch organisierten Demonstrationen wird es eine „Shuttle-Demo“ zum Knappschaftsplatz geben. „So wollen wir allen Interessierten ermöglichen, sowohl ein buntes Zeichen in der Innenstadt zu setzen als auch direkten Protest zu zeigen“, so Lupus weiter.

*Broschüre „Cottbus befreit!“

Kontakt:
Jakob Lupus aus dem Sprecher*innenrat
Telefon: 0157 – 803 432 25
Email: kontakt@cottbus-nazifrei.info

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